Der Schaubrottisch
Der Schaubrottisch
Der Schaubrottisch war ein Einrichtungsgegenstand in der israelitischen Stiftshütte wie dann auch im Tempel. Er befand sich im Innenteil der Stiftshütte (2. Buch Mose 25:23-28) auf der Nordseite im „Heiligen“, gegenüber dem siebenarmigen Leuchter.
Dieser Tisch war zwei Ellen lang, eine Elle breit und eineinhalb Ellen hoch und bestand aus massiv vergoldetem Akazienholz. Den Rand der Tischplatte verzierte ein goldener Kranz. Unter der Tischplatte befanden sich goldene Ringe, durch die zwei Stangen - ebenso aus vergoldetem Akazienholz - durchgezogen wurden, um den Tisch besser transportieren zu können. Dies war wegen der Wüstenwanderung notwendig, da die Leviten auch diesbezüglich genaue Vorschriften von JHWH erhalten hatten. (4. Mose 4:7f).
Jeden Sabbat musste ein Priester zwölf frische Laibe Brot (für jeden Stamm Israels eines) auf den Schaubrottisch vor JHWH legen (3. Mose 24:4-8), wie auch etwas Weihrauch, Trankopfer und andere Gegenstände. (2. Mose 25:29; 4. Mose 4:7ff).
Auf diesem Tisch befanden sich auch die heiligen Trompeten (4. Mose 10).
Die Schaubrote (hebräisch lechem pānīm (לחם פנים) , Denkbrote, andere Bezeichnung Präsenzbrote), sind 12 ungesäuerte Brotkuchen aus Weizenmehl, nach der Zahl der 12 Stämme Israels. Sie wurden für jeden Sabbat neu bereitet und im Heiligtum der Stiftshütte und des Tempels auf einem mit Goldblech überzogenen Tisch von Akazienholz, gemeinsam mit Weihrauch, als Opfergabe aufgestellt. Die alten Brote waren Teil der Versorgung der Priester mit Lebensmitteln.
Die Schaubrote galten für Israel als Bundeszeichen, wie etwa auch die Beschneidung und das Halten des Sabbats. Vergleichen kann man damit das Brot als Bestandteil des Abendmahls als Bundeszeichen im Neuen Testament.
Quelle:
Wikipedia




