Grabeskirche Jesu

Die Grabeskirche gilt als die heiligste Stätte der Christenheit. Sie wurde an dem Platz erbaut, wo sich nach christlicher Überlieferung nicht nur das Grab Jesu, sondern auch die Kreuzigungsstätte Golgatha befinden soll. Das Innere wirkt sehr düster und verwinkelt. Durch Bauarbeiten in verschiedenen Jahrhunderten entstand ein Durcheinander von Baustilen und Besitzrechten. Die ältesten Teile sind die Überreste einer Basilika, errichtet unter Kaiser Konstantin dem Großen im 4. Jahrhundert.
Das Innere der Kirche Bedeutendste Stätte der Grabeskirche ist die Grabeskapelle (Heiliges Grab, Aedicula), der überlieferte Ort des Grabes Jesus. Sie wird von einer Rotunde umgeben. Die Grabeskapelle bildet die 14. Station des Kreuzweges.

Neben der Grabeskapelle beinhaltet die Grabeskirche zahlreiche weitere christliche Heiligtümer. Am Salbungsstein beim Eingang der Kirche soll der Leichnam Jesu für die Bestattung vorbereitet worden sein. Dies ist der Ort der 13. Kreuzwegstation. Rechts des Eingangs liegt der Kalvarienberg oder Golgotafelsen - die Stelle, an der Jesus am Kreuz gestorben sei. Hier stehen der römisch-katholische Kreuzannagelungsaltar (11. Kreuzwegstation) und der griechisch-orthodoxe Kreuzigungsaltar (12. Kreuzwegstation).

Unterhalb des Kalvarienbergs befindet sich die griechisch-orthodoxe Adamskapelle. Hier soll der Schädel Adams gelegen haben. Die Legende besagt, dass das Blut Jesu durch Felsritzen auf den Schädel geflossen sei und so Adam von der Erbsünde befreit habe. Ein Fels mit teilweise rötlicher Färbung, welcher neben der Adamskapelle zu sehen ist, soll diese Geschichte belegen.

Im Zentrum der Kirche, von der Rotunde her zugänglich, liegt das Mittelschiff mit Altar. Es wird als Katholikon bezeichnet und ist unter Kontrolle der griechisch-orthodoxen Kirche. An dieser Stelle befand sich nach mittelalterlicher christlicher Auffassung der Nabel der Welt.

Auf tieferem Niveau als der Kircheneingang befinden sich die armenisch-orthodoxe Helenakapelle und die römisch-katholische Kreuzauffindungskapelle. In letzter soll der Fundort des Kreuzes von Jesus liegen. Quelle: Wikipedia
Das Gebiet um den Golgotafelsen war schon im
1. Jh. n. Chr. ein Ort der Verehrung für die Christen. Als der römische Kaiser Hadrian nach dem Bar-Kochba-Aufstand im Jahre 135 alle Juden aus der Stadt verweisen und an der Stelle des zerstörten Jerusalem die Stadt Aelia Capitolina errichten ließ, versuchte er auch, die Kultstätten der Christen zu vernichten, um die Erinnerung daran auszulöschen. An den Orten von Kreuzigung und Auferstehung wurde der Boden eingeebnet und ein der Liebesgöttin Venus geweihter Tempel errichtet.
Die griechisch-orthodoxe Kreuzigungskapelle in der Kirche vom Heiligen Grab liegt nahe dem Endpunkt der Via Dolorosa. Die Kapelle enthält (hinter dickem Glas) Felsbrocken von Golgatha, also von dem Ort, an dem Jesus gekreuzigt wurde. Das Wissen um diesen Ort wurde von den frühen Christen mündlich tradiert, bis Kaiser Konstantin der Große an dieser Stelle die erste Kirche vom Heiligen Grab bauen ließ.  
Die Eingangstür - weil die christlichen Kirchen zerstritten waren bekam eine muslimische Familie den Schlüssel der Kirche zur Aufbewahrung.
     

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