Das Buch Hiob
Das Buch Hiob
Das Thema des Hiobbuches ist die Frage danach, ob das Leid in der Welt einen Sinn hat. Es besteht aus einer älteren Prosaerzählung (Kap 1–2 und 42), in die später die umfangreiche Hiobdichtung mit Streitgesprächen und Gottesreden eingebettet wurde (Kap 3–42,6).
Die Hiobdichtung stellt uns einen frommen und wohlhabenden Mann vor. In Gottes himmlischer Wohnung stellt der Satan die Frage, ob Hiob nicht bloß deswegen fromm sei, weil es ihm gut gehe. Daraufhin gestattet Gott dem Satan, den Menschen Hiob zu prüfen. Zunächst nimmt der Satan Hiob seinen Besitz weg, später seine Kinder und schließlich die Gesundheit. Wider Erwarten aber hält Hiob Gott die Treue.
Die hier einsetzende Hiobdichtung stellt uns die Gespräche eines Leidenden mit seinen drei Freunden vor (später tritt ein vierter hinzu: Kap 32–37). Die Klage Hiobs und der Zuspruch der anderen führen zu einem leidenschaftlichen Streit. Denn der aufbegehrende Einzelgänger bricht unter dem Druck des Leidens aus den Denkkonventionen seiner Zeit aus. Diese werden zwar fast ermüdend von den Freunden vorgetragen, aber Hiob kommt öfter und länger zu Wort. Schließlich richten sich seine Reden nur noch an Gott (Kap 29–31) und münden in einer Herausforderung:
Gäbe es doch einen, der mich hören wollte!
Was ich gesagt habe, kann ich unterschreiben.
Gott, der Gewaltige, soll Antwort geben!
Er zeige mir die Klageschrift des Gegners! (Hiob 31,35)
Gott geht auf diese Provokation ein. Im Wettersturm erscheint er und ergreift selbst das Wort. Er antwortet Hiob mit einer Flut von Gegenfragen, von denen eine lautet:
Wo warst du, als ich die Erde gründete?
Sage mir’s, wenn du so klug bist! (Hiob 38,4)
Gott stellt dem klagenden, rechtenden und hadernden Hiob die Beschaffenheit der Welt vor Augen. Sie stellt sich nach seinem Plan als ein nicht sehr stabiles Gleichgewicht im Ringen zwischen Chaos und Ordnung dar. Da Hiob diesen Grund- und Bauplan der Welt nicht kennt, sind seine Vorwürfe gegen Gott eine Anmaßung. Denn er hatte seine eigene Erfahrung zum Maßstab für das Weltganze gemacht. Dass dies eine Selbstüberhebung ist, sieht Hiob zuletzt ein: Die Welt muss dem begrenzten Erkennen des einzelnen Menschen widerspruchsvoll erscheinen. Er bedarf der Belehrung durch Gott. Denn es ist allein die Macht Gottes, die diese Welt trägt und erhält.
Abschließend werden die drei Freunde Hiobs von Gott zurechtgewiesen. Sie hatten sich zwar zu Anwälten Gottes gemacht, aber derart, dass sie sich über ihn stellten.
Die Prosaerzählung, die einen Rahmen um die Hiobdichtung bildet, geht freilich gut aus. Weil Hiob die Prüfung durch den Satan besteht, erhält er, wie im Märchen, alles doppelt zurück, was er verloren hatte.
Quelle: www.die-bibel.de
Hiob 1,1-22
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Hiob 2,1-10
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Hiob 2,11-3,26
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Hiob 38,1-11; 40,1-5
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Hiob 42,7-9
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Hiob 42,10-17
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Quelle: www.jesus.ch TERMINE MIT GOTT





