Johannes

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Das Evangelium nach Johannes ist das vierte Buch des Neuen Testaments der christlichen Bibel, eines der vier kanonischen Evangelien. Es hat gegenüber den drei synoptischen Evangelien einen sehr eigenständigen darstellerischen und theologischen Charakter.

Das Johannesevangelium beginnt nicht mit der Geburt, Kindheit oder Taufe Jesu, sondern mit einem tiefgründigen Prolog in der Form eines strophischen Liedes (1,1–18 ):

Im Anfang war das Wort (λόγος)
und das Wort war bei Gott,
und das Wort war Gott.
Im Anfang war es bei Gott.
Alles ist durch das Wort geworden
und ohne das Wort wurde nichts, was geworden ist.

Beginn des Johannesevangeliums auf Griechisch

Zielpunkt dieser und der folgenden drei Strophen ist Vers 14ff:

Und das Wort ist Fleisch geworden
und hat unter uns gewohnt
und wir haben seine Herrlichkeit gesehen,
die Herrlichkeit des einzigen Sohnes vom Vater,
voll Gnade und Wahrheit.

Der Prolog erhält einen starken Sprachrhythmus, indem er jeden neuen Begriff im jeweiligen Folgesatz aufgreift, weiterführt und in jeder Strophe einen neuen Gedanken durchführt. Seine Begriffe und Form beziehen sich auf den ersten Schöpfungsbericht der Tora (Gen 1 ), der ebenfalls mit „Im Anfang“ beginnt und Gottes Hinwendung zur Welt als ein ordnendes, die Gegensätze von Licht und Finsternis, Tag und Nacht usw. scheidendes Handeln beschreibt. So wie dieses auf das Erschaffen des Menschen als Gottes Ebenbild zuläuft, so läuft hier alles auf die Menschwerdung des Wortes zu, durch das Gott alles gemacht hat. Der Prolog legt also das Kommen Jesu Christi als Fleischwerdung des ewigen Wortes aus, das von Anfang an Gottes Wille war und seine Schöpfung vollendet.

Merkmal des Johannes Evangelium

Autor: Johannes unbekannt; nach altkirchlicher Überlieferung einer der zwölf Apostel
Zeit: 90 - 100 n. Chr.
Leserschaft: Juden und Nicht-Juden
Stil: spirituell-philosphisch, lange Lehrpassagen und Diskussionen
Jesus als: Mensch gewordener Gottessohn / der Sohn, der eine einzigartige Beziehung zum Vater hat
Geburtsgeschichte: keine klassische Geburtsgeschichte, sondern ein Prolog wonach Jesus schon immer bei Gott war.
Schlüsselgedanke: sieben "Zeichen" und sieben "Reden" , die daruf hindeuten, wer Jesus wirklich ist / sieben "ich bin" Worte / sein Verhältnis zu Gott dem Vater / enthällt einige der bekanntetsten Verse der Bibel
Leser/innen können... tiefer (oder reflektierter) über Jesus nachdenken.

Quelle:
Wikipedia
Bibelwissen kompakt Mike Beaumont