Die Bibel

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Als Bibel (auch Buch der Bücher) bezeichnen das Judentum und das Christentum jeweils eine eigene Sammlung von Schriften, die für sie das Wort Gottes enthalten und als Heilige Schrift Urkunden ihres Glaubens sind.

Es handelt sich um verschiedene redaktionelle Zusammenstellungen von „Büchern“ (griechisch: biblia) aus dem Kulturraum der Levante und dem Vorderen Orient, die im Verlauf von etwa 1200 Jahren entstanden sind und bis zum 2. Jahrhundert zuerst von Juden, dann auch von Christen kanonisiert wurden.

Die hebräische Bibel, der Tanach, besteht aus den drei Hauptteilen Tora (Weisung), Nevi'im (Propheten) und Ketuvim (Schriften). Diese Bücher bilden in anderer Anordnung und geringfügig anderem Umfang als Altes Testament auch den ersten Hauptteil der christlichen Bibel, ergänzt durch das Neue Testament. In dieser Form ist die Bibel das am weitesten verbreitete und häufigsten publizierte schriftliche Werk der Welt.



Textstellenauswahl:

Die Bibel (Grafik)

Das Alte Testament.

Das Neue Testament.

Die Evangelien.

Über die Bibelentstehung

Die Bibel ist eine Ansammlung von einzelnen Büchern.
Sie teilen sich auf in das "Alte Testament" welches hauptsächlich in hebräisch verfasst wurde und in das "Neue Testament" welches auf griechisch verfasst wurden.

Für weitere Informationen auf die einzelnen Bücher klicken.

Bibel (Grafik)


Das Alte Testament

Wie das Alte Testament entstanden ist
Aufgeschrieben wird Gottes Handeln in der Geschichte des Volkes Israel.

    Mündliche Überlieferung von Erfahrungen, Erinnerungenn und Lieder
Zeit der Könige    
1000 v. Christus   erste Aufzeichnungen
900 Buch Samuel / Buch Josua Zeitgeschichte und Zeit der Richter
800 Pentateuch Verheißung, Erwählung, Bund und Gesetz (Paradiesgeschichte bis Mose)
  einige Psalmen  
Zeit des Exils    
700 Jesaja Mahnungen und Warnungen des Propheten
600 Jeremia Mahnungen und Warnungen des Propheten
  Bücher der Könige Deutung der Königszeit
500 Buch Ijob Sinn des Leidens
  Pentateuch (Endfassung) Erinnerung an Bund und Gesetz
Zeit nach dem Exil    
400 Buch Rut Vertauen auf Jahwe (JHW)
Zeit der Fremdherrschaft    
300 Psalmen, Bücher der Chronik Tempel und Gesetz als Mittelpunkt für das Volk
200 Esra, Nehemia Geschichte der Zeit
100 Weisheitsbücher Weisheit der Juden, als Gegengewicht zur Weisheitsliteratur der sie unterdrückenden Völker

Das Neue Testament

Wie das Neue Testament entstanden ist
Geschrieben wird, was für die ersten Gemeinden wichtig ist, keine Biographie Jesu!

Geburt Christi (um 7 vor unserer Zeitrechnung)    
    Lehre und Wunder Jesu werden von Mund zu Mund weitererzählt.
Kreuzigung Christi (30)    
    Aus dem Ostererlebnis heraus werden Leiden und Auferstehung Schwerpunkte der Verkündigung durch die Apostel. Erste Sammlungen von Jesu-Wortenn und Taten.
um 50 n.C. Matthäus macht erste Aufzeichnungen in Palästina oder Syrien.
um 60 Paulus schreibt Briefe an die Römer und Korinther.
um 70 Markus schreibt in Rom das Evangelium, Eine Quelle dafür ist der Augenzeugenbericht des Petrus.
um 80 Matthäus schreibt in Syrien oder Antiochien das Evangelium.
um 80-90 Lukas schreibt in Griechenland Evangelium und Apostelgeschichte.
nach 90 Johannes schreibt in Kleinasien das Evangelium und die Geheime Offenbarung.
150   Verzeichnis der Bücher, die zum Neuen Testament gehören (= Kanon). Die Sammlung des Neuen Testamments ist abgeschlossen.

Über die Entstehung der Bibel

Als die Schriften außerhalb Palästinas verbreitet wurden, mußten für die anderssprachigen Menschen Übersetzungen angefertigt werden. Nicht immer enthielten die Übersetzungen den gesamten Text. Je nachdem was man brauchte, wurde Teile ausgewählt und übersetzt.

Die Zahl der gefundenen Abschriften nimmt ständig zu.
Die ältetset Abschrift des Neuen Testamments, ist der Rest eines Papyrus aus dem Anfang des 2. Jahrhunderts n. Chr. Zu den jüngeren Papyri gehört der Papyrus Bodmer aus dem 7. Jh. n.C.. Er enthält die ganze Apostelgeschichte und die katholischen Briefe.

Dann gibt es noch aus der Epoche vom 4.-16.Jh. die Majuskel-, Minuskel- oder Unzial-Handschriften (nach der Art der verwendeten Buchstaben benannt). Ab dem 16. Jh. vermehrte sich die Bibel rasant durch die Technik der Buchdruckkunst.

Erhaltene Abschriften des Alten Testaments
Hebräische Handschriften
Qumranhandschriften: Abschriften aus der Zeit um Christi Geburt.
Prophetencodex des Mosche-Ben-Ascher: älteste datierte Handschrift, 895 n. Chr.
Codex B19A von Petersburg: älteste datierte vollständige Handschrift, 1008 n. Chr.

Griechische Handschriften
Qumranhandschriften: Schriftrollen aus Papyri aus dem 1. Jh. v. Chr.
Papyrus Greek 458*: enthält Teile des Buches Deuteronomium; 2. Jh. v. Chr.
Papyrus Fuad 266*: enthält Abschnitte aus dem Buch Genesis; 2. Jh. n. Ch.; aufbewahrt in Kairo

* Die Ziffern beziehen sich auf die Nummerierungen in den Bibliotheken.


Die Apokryphen

Apokryphen (auch: apokryphe Schriften; griechisch: ἀπόκρυφος „verborgen“, Plural ἀπόκρυφα) sind Texte, die im Entstehungsprozess der Bibel nicht in deren Kanon aufgenommen wurden: aus inhaltlichen Gründen, weil sie damals nicht allgemein bekannt waren, aus religionspolitischen Gründen oder weil sie – selten – erst nach Abschluss des Kanons entstanden sind.

Im wissenschaftlichen Sprachgebrauch werden heute allgemein außerkanonische frühchristliche Schriften unter diesen Oberbegriff gestellt, die nicht zu den Schriften der sogenannten Apostolischen Väter gehören. Dieser Begriff wurde im 17. Jahrhundert für frühchristliche Schriften geprägt, von denen man eine Übereinstimmung mit der Lehre der Apostel (zur Mission berufenen Auferstehungszeugen Jesu Christi) annimmt. Einige dieser Schriften sind ebenfalls schon vor 100 entstanden, sind aber keine Evangelien oder Apokalypsen und haben eine andere Funktion für das Christentum: Sie sind lehrhafte, seelsorgerliche Briefe oder kommentieren bereits vorgegebene NT-Überlieferung.

Dabei sind die Grenzen zu den eigentlichen Apokryphen allerdings fließend. Zu diesen zählt man heute auch sogenannte Agrapha: Worte, Dialoge und Episoden von und über Jesus, die sonst in der NT-Überlieferung unbekannt sind und parallel dazu – auch innerhalb von Schriften der Apostolischen Väter – überliefert wurden.

Agrapha (griechisch Άγραφα wörtl.: die Ungeschriebenen, singular: Agraphon) nennt man die nicht in den kanonischen Evangelien des Neuen Testamentes enthaltenen, aber in anderen urchristlichen (z.t. apokryphen) oder altkirchlichen Schriften (etwa der Kirchenväter) überlieferten "Herrenworte", also Aussprüche von Jesus Christus. Dass es vor, neben und nach den kanonischen Evangelien Sammlungen von Jesusworten geben hat, wird nicht nur durch die hypothetische, sog. Logienquelle "Q", sondern auch in einigen Schriften des Neuen Testaments selbst bestätigt (z.B. Apg 20,35). Der Apostel Paulus etwa zitiert mehrfach Jesusworte, die nicht aus den Evangelien bekannt sind (1. Kor 14,34-37; 1 Thess 4,15-17 u.ö.).

Die Bedeutung dieser Herrenworte für die neutestamentliche Exegese wird regelmäßig unterschätzt.

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Quellen:

Wikipedia
So bunt ist unser Glaube (benno)
Bibelwissen kompakt Mike Beaumont