Die Bibel
Zugriffe heute: 19 - gesamt: 8741.
Als Bibel (auch Buch der Bücher) bezeichnen das Judentum und das Christentum jeweils eine eigene Sammlung von Schriften, die für sie das Wort Gottes enthalten und als Heilige Schrift Urkunden ihres Glaubens sind. |
Textstellenauswahl: |
Die Bibel ist eine Ansammlung von einzelnen Büchern.
Sie teilen sich auf in das "Alte Testament" welches hauptsächlich in hebräisch verfasst wurde und in das "Neue Testament" welches auf griechisch verfasst wurden.
Für weitere Informationen auf die einzelnen Bücher klicken.
Bibel (Grafik)
1.-5. Buch Mose (Genesis - Deuteronomium)
Die Geschichte, wie alles auf dieser Welt anfing. Wie Gott das Volk Israel aufzubauen begann, dem er seine Weisung (Tora) am Sinai als Zuspruch und Anspruch übermittelte, durch die er die gesamte Menscheit retten wollte.
Josua-2Makkabäer / Josua-Ester
Der Bericht, wie die Israeliten in ihr "Gelobtes Land" gelangten.Es zeigt auf wie es den Israeliten ergeht, die mit dieser Tora leben, aber auch, welche Folgen eine Missachtung der Tora hat. Trotzdem blieb Gott seinen einmal gegebenen Versprechen treu und ermöglichte seinem Volk immer wieder einen Neubeginn.
Ijob-Jesus Sirach / Ijob-Hoheslied
Diese Bücher laden ein, die wahre lebensrettende Weisheiten im meditierenden und betenden Hören auf die Tora zu suchen.
Jesaia-Maleachi
Diese Bücher ermahnen das Volk Gottes, seinem Auftrag gerecht zu werden. Sie enthalten aber auch Botschaften der Hoffnung, vor allem die Botschaft vom kommen des Messias.
Matthäus-Markus-Lukas-Johannes
Sie erzählen vom Leben, Tod und Auferstehung Jesus Christus. Die Christen erkennen in den Evangelien die Verkündigungen Christi und seine lebensrettende Botschaft. Die Evangelien verweisen vielfach auf die Texte des Alten Testaments.
Die Geschichte, wie die Jünger Jesu die "Frohe Botschaft" über die ganze Welt verbreiteten.
Brief an die Römer / Brief des Judas
Es sind Briefe an die jungen christlichen Gemeinden. Es werden theologische Themen und praktische Fragen des Alltages behandelt.
Johannes offenbart den Menschen einen Blick auf Gottes endgültigen Plan des menschlichen Daseins auf dieser Erde. Die Gewaltmächte werden besiegt und eine neue Welt wird geschaffen.
Die Bibel berichtet uns über "Gottes Herz", "Gottes Wege", "Gottes Plan" und "Gottes Mahnungen".
Für uns Christen ist die Bibel einzigartig, weil sie uns Gottes Wesen und Willen nahe bringt. In diesem Buch offenbart sich Gott all jenen Menschen die vom Heilgen Geist berührt wurden und an den HERRN und Jesus Christus glauben.

Das Alte Testament
Wie das Alte Testament entstanden ist
Aufgeschrieben wird Gottes Handeln in der Geschichte des Volkes Israel.
| Mündliche Überlieferung von Erfahrungen, Erinnerungenn und Lieder | ||
| Zeit der Könige | ||
| 1000 v. Christus | erste Aufzeichnungen | |
| 900 | Buch Samuel / Buch Josua | Zeitgeschichte und Zeit der Richter |
| 800 | Pentateuch | Verheißung, Erwählung, Bund und Gesetz (Paradiesgeschichte bis Mose) |
| einige Psalmen | ||
| Zeit des Exils | ||
| 700 | Jesaja | Mahnungen und Warnungen des Propheten |
| 600 | Jeremia | Mahnungen und Warnungen des Propheten |
| Bücher der Könige | Deutung der Königszeit | |
| 500 | Buch Ijob | Sinn des Leidens |
| Pentateuch (Endfassung) | Erinnerung an Bund und Gesetz | |
| Zeit nach dem Exil | ||
| 400 | Buch Rut | Vertauen auf Jahwe (JHW) |
| Zeit der Fremdherrschaft | ||
| 300 | Psalmen, Bücher der Chronik | Tempel und Gesetz als Mittelpunkt für das Volk |
| 200 | Esra, Nehemia | Geschichte der Zeit |
| 100 | Weisheitsbücher | Weisheit der Juden, als Gegengewicht zur Weisheitsliteratur der sie unterdrückenden Völker |
Das Neue Testament
Wie das Neue Testament entstanden ist
Geschrieben wird, was für die ersten Gemeinden wichtig ist, keine Biographie Jesu!
| Geburt Christi (um 7 vor unserer Zeitrechnung) | ||
| Lehre und Wunder Jesu werden von Mund zu Mund weitererzählt. | ||
| Kreuzigung Christi (30) | ||
| Aus dem Ostererlebnis heraus werden Leiden und Auferstehung Schwerpunkte der Verkündigung durch die Apostel. Erste Sammlungen von Jesu-Wortenn und Taten. | ||
| um 50 n.C. | Matthäus | macht erste Aufzeichnungen in Palästina oder Syrien. |
| um 60 | Paulus | schreibt Briefe an die Römer und Korinther. |
| um 70 | Markus | schreibt in Rom das Evangelium, Eine Quelle dafür ist der Augenzeugenbericht des Petrus. |
| um 80 | Matthäus | schreibt in Syrien oder Antiochien das Evangelium. |
| um 80-90 | Lukas | schreibt in Griechenland Evangelium und Apostelgeschichte. |
| nach 90 | Johannes | schreibt in Kleinasien das Evangelium und die Geheime Offenbarung. |
| 150 | Verzeichnis der Bücher, die zum Neuen Testament gehören (= Kanon). Die Sammlung des Neuen Testamments ist abgeschlossen. |
Über die Entstehung der Bibel
Als die Schriften außerhalb Palästinas verbreitet wurden, mußten für die anderssprachigen Menschen Übersetzungen angefertigt werden. Nicht immer enthielten die Übersetzungen den gesamten Text. Je nachdem was man brauchte, wurde Teile ausgewählt und übersetzt. |
Erhaltene Abschriften des Alten Testaments |
Schon lange vor Christus gab es Übersetzungen für die griechisch sprechenden Juden in der Diaspora. Die bekannteste Übersetzung ist die Septuaginta. Sie heisst deswegen 70, weil der Legende nach 72 jüdische Gelehrte sie in 72 Tagen verfasst haben. Nach der heutigen Bibelwissenschaft ist sie in einem Zeitraum von 250 bis 130 v. Ch. entstanden.
Der Name Itala deutet wohl auf das Ursprungsland der Übersetzung "Italien" hin. Sie folgt der Septuaginta und enthält das Alte und Neue Testament. Ihre Sprache ist das Lateinische und sie ist um 200 n. Ch. entstanden.
Vulgata bedeutet "die allgemein Verbreitete". Sie wurde im 400 Jh. von Hieronymus begonnen und richtete sich ebenfalls nach der Septuaginta. Im Trienter Konsil 1546 wurde sie als maßgebliche Bibel erklärt.
Die Gutenberg-Bibel entstand zwischen 1452 und 1454 in Mainz. Sie wurde in der Druckerwerkstatt von Johannes Gutenberg gedruckt und gilt als eines der wichtigsten Bücher der Inkunabelzeit. Mit Hilfe des Angestellten Peter Schöffer, dem Geldgeber Johannes Fust und etwa weiteren 20 Mitarbeitern entstand eine Auflagenhöhe von ca. 180 Exemplaren. Neben den ca. 150 auf Papier gedruckten Bibeln gab es etwa 30 Ausgaben auf Pergament.
Die Originalschriftstücke (griechisch: autographa) sind sämtlich verlorengegangen; sie waren ja auf brüchigem Papyrus geschrieben, zudem bestand gar nicht die primäre Absicht der "Konservierung" (die Schriften waren eher für den momentanen Einsatz bestimmt; Gelegenheitsschriften).
Es darf angenommen werden, daß die meisten (nicht alle! - etwa einige Paulusbriefe) inspirierten Schriften vor Verlust des Originals (zuerst auf Papyrus, später auf Pergament) abgeschrieben wurden und daß dies mit großer Verantwortung und Genauigkeit geschah; zusätzlich kam es auch bald zu Übersetzungen solcher Texte und deren handschriftlicher Weitergabe.

Die Apokryphen
Apokryphen (auch: apokryphe Schriften; griechisch: ἀπόκρυφος „verborgen“, Plural ἀπόκρυφα) sind Texte, die im Entstehungsprozess der Bibel nicht in deren Kanon aufgenommen wurden: aus inhaltlichen Gründen, weil sie damals nicht allgemein bekannt waren, aus religionspolitischen Gründen oder weil sie – selten – erst nach Abschluss des Kanons entstanden sind.
Im wissenschaftlichen Sprachgebrauch werden heute allgemein außerkanonische frühchristliche Schriften unter diesen Oberbegriff gestellt, die nicht zu den Schriften der sogenannten Apostolischen Väter gehören. Dieser Begriff wurde im 17. Jahrhundert für frühchristliche Schriften geprägt, von denen man eine Übereinstimmung mit der Lehre der Apostel (zur Mission berufenen Auferstehungszeugen Jesu Christi) annimmt. Einige dieser Schriften sind ebenfalls schon vor 100 entstanden, sind aber keine Evangelien oder Apokalypsen und haben eine andere Funktion für das Christentum: Sie sind lehrhafte, seelsorgerliche Briefe oder kommentieren bereits vorgegebene NT-Überlieferung.
Dabei sind die Grenzen zu den eigentlichen Apokryphen allerdings fließend. Zu diesen zählt man heute auch sogenannte Agrapha: Worte, Dialoge und Episoden von und über Jesus, die sonst in der NT-Überlieferung unbekannt sind und parallel dazu – auch innerhalb von Schriften der Apostolischen Väter – überliefert wurden.
Agrapha (griechisch Άγραφα wörtl.: die Ungeschriebenen, singular: Agraphon) nennt man die nicht in den kanonischen Evangelien des Neuen Testamentes enthaltenen, aber in anderen urchristlichen (z.t. apokryphen) oder altkirchlichen Schriften (etwa der Kirchenväter) überlieferten "Herrenworte", also Aussprüche von Jesus Christus. Dass es vor, neben und nach den kanonischen Evangelien Sammlungen von Jesusworten geben hat, wird nicht nur durch die hypothetische, sog. Logienquelle "Q", sondern auch in einigen Schriften des Neuen Testaments selbst bestätigt (z.B. Apg 20,35). Der Apostel Paulus etwa zitiert mehrfach Jesusworte, die nicht aus den Evangelien bekannt sind (1. Kor 14,34-37; 1 Thess 4,15-17 u.ö.).
Die Bedeutung dieser Herrenworte für die neutestamentliche Exegese wird regelmäßig unterschätzt.
zum Anfang
Quellen:
Wikipedia
So bunt ist unser Glaube (benno)
Bibelwissen kompakt Mike Beaumont






