Arabische Herrschaft

Die Arabische Herrschaft dauerte von 636 bis 1099 an.

Die arabische Besetzung des Landes begann vier Jahre nach dem Tod des Propheten Mohammed (632) und dauerte mehr als vier Jahrhunderte; die Kalifen regierten erst von Damaskus, später von Bagdad und Ägypten aus. Anfangs konnten die Juden wieder in Jerusalem wohnen. Die jüdische Gemeinschaft erhielt den unter islamischem Recht für Nichtmuslime üblichen Status geschützter Personen, deren Leben, Eigentum und Recht auf freie Religionsausübung gegen Zahlung besonderer Kopf- und Grundsteuern geschützt war.

Beschränkungen, die schon bald (717) Nichtmuslimen auferlegt wurden, verschlechterten jedoch die öffentliche und rechtliche Stellung der Juden und beeinträchtigten ihr Recht auf freie Religionsausübung. Die Erhebung hoher Steuern auf landwirtschaftlichen Grundbesitz zwang viele Juden, ihre Dörfer zu verlassen und in die Städte zu ziehen, wo sich ihre Lage kaum verbesserte. Die immer schärfere soziale und wirtschaftliche Diskriminierung zwang viele Juden schließlich zur Auswanderung. Gegen Ende des 11. Jahrhunderts war die jüdische Gemein-schaft zahlenmäßig stark zurückgegangen und hatte ihren organisatorischen und religiösen Zusammenhalt zum Teil verloren.

Der Felsendom

Felsendom und Klagemauer in Jerusalem

Er wurde 687 vom Kalifin Abd el-Malik erbaut. Es ist die drittheiligste Stätte des Islam, denn dort soll der Prophet Mohammed zu Allah in den Himmel aufgestiegen sein. Dabei hinterließ er einen Fußabdruck. Gleichzeitig ist es ein Ort christlichen Glaubens,da dort Abraham seinen Sohn Isaak opfern wollte (Gen 22). Ein weiteres Problem: DerFelsendom steht auf dem Platz des früheren jüdischen Jahwe-Tempels.
Heute noch gibt es orthodoxe Juden die es nicht wagen diesen Platz zu betreten. Der Grund dafür ist, dass sie unwissend den "Allerheilgsten Bereich" des ehemaligen Tempels betreten könnten.