Byzantinische Herrschaft

Byzantinische Herrschaft

Konstantin I.

Die Byzantinische Herrschaft dauerte von 313-636 an.

Nach Kaiser Konstantins Bekehrung zum Christentum (313) und der Gründung des Byzantinischen Reicheswar das Land Israel gegen Ende des 4. Jh. ein überwiegend christliches Land geworden. Auf den heiligen Stätten des Christentums in Jerusalem, Bethlehem, Galiläa und vielen anderen Teilen des Landes wurden Kirchen gebaut und Klöster errichtet. Die Juden verloren ihre frühere Autonomie, durften keine öffentlichen Ämter mehr bekleiden und konnten Jerusalem nur noch einmal im Jahr zur Beweinung des zerstörten Tempels (Tisha b'Av) betreten.



Persische Invasion

Die von der messianischen Hoffnung auf Befreiung erfüllten Juden unterstützten die persische Invasion von 614. Als Dank für ihre Hilfe wurde ihnen die Verwaltung Jerusalems übertragen. Das Zwischenspiel dauerte nur drei Jahre; schon 629 eroberte die byzantinische Armee die Stadt zurück und vertrieb die jüdischen Einwohner aufs Neue.

Die Mischna

Mischna Surawicz

Mischna-Kommentar von Rabbi Szemen Aryeh Surawicz; Radzilow 1873

Die Mischna (hebräisch: משנה‎ Wiederholung) ist die wichtigste Sammlung religionsgesetzlicher Überlieferungen des rabbinischen Judentums. Sie bildet die Basis des Talmud. Um ca. 210 wird die Kodifizierung des mündlichen jüdischen Gesetzes (Mischna) abgeschlossen und um ca. 390 ist der Kommentar der Mischna (Jerusalemer Talmud) abgeschlossen.

Die Ursprünge des Talmud liegen in der Zeit nach dem ersten Jüdischen Krieg, als im Lehrhaus von Jawne mit der schriftlichen Fixierung der außerbiblischen mündlichen Überlieferungen, Gesetze und Sitten begonnen wurde. Mit der Zerstörung des Ersten Tempels gingen viele Schriftstücke verloren, deshalb galt es also, Augenzeugen zu befragen, um das Brauchtum weiterleben zu lassen. Der Grundstein für die Mischna war gelegt.

Der Talmud besteht aus der Mischna und der Gemara.
Das hebräische Verb "shanah" bedeutet wörtlich "zu wiederholen" und wird mit der Bedeutung "zu lehren" benutzt. Der Begriff Mischna meint im Grunde das gesamte jüdische Gesetz, wie es sich bis zum Jahr 200 entwickelt hat.
Mischna ist die mündliche Überlieferung, die angeblich auf Moses und die Propheten zurückgeht. Die Mischna ist Grundsatz für jüdisches Leben. In ihr werden einige verschiedene Lebensarten erklärt (z.B. Ehe / Familiengesetz- gebung, Zivil / Strafrecht, Gesetze zur Landwirtschaft und Vorschriften zu Festtagen und Feiern). Sie ist Grundlage des Talmuds.