Jerusalem wird Hauptstadt

Mosaik von David

Vor ziemlich genau 3000 Jahren beschloß der israelitische Stammesfürst David, seine Hauptstadt zu verlegen. Seine Beweggründe waren praktischer Natur. Er gehörte zum Stamme Juda, einem der zwölf lokalen Stämme des noch jungen Königreiches Israel. Er wollte demonstrieren, daß er nicht nur im Namen seines eigenen Stammes die Macht ausübt, sondern im Namen aller Stämme. Seine Hauptstadt Hebron gehörte aber zum Gebiet Judas. Darum suchte er einen Ort, der keinem der Stämme gehörte.


Hartmann Schedel 1493

Die Stadt Schalem war für David ideal: Jerusalem ist zentral gelegen, von Hügeln umgeben und leicht zu verteidigen. Von allen Seiten muß man zu ihr "emporsteigen", und dieses Wort wird auch heute noch im Hebräischen für eine Fahrt nach Jerusalem benutzt. Das Klima ist das angenehmste im Land: kühl im Sommer, trocken und gemäßigt.

Jerusalem wurde um 1800 v. Chr. erstmals erwähnt und ist damit eine der ältesten bekannten Städte der Welt. Jerusalem (hebräisch ירושלים/ Jeruschalajim, arabisch ‏القدس‎/ al-Quds (asch-Scharif), „die Heilige“, altgriechisch Ἱεροσόλυμα, lateinisch Hierosolyma) ist die Hauptstadt des Staates Israel. Sie liegt in den Judäischen Bergen zwischen Mittelmeer und Totem Meer.

Damaskustor

Seit 5000 v. Chr. sind Spuren menschlicher Siedlungen - keramische Ausgrabungsfunde - auf dem Berg Ophel nachgewiesen, auf dem Jerusalems Vorläufer erbaut wurden.

Nach biblischen Erzählungen Ri 1,21 und Jos 15,63 gehörte die Stadt den Jebusitern, die mit den Israeliten vom Stamm Benjamin und Juda bei der Landnahme Kanaans (etwa 1200-1000 v. Chr.) in Nachbarschaft siedelten. Der Ort hieß damals auch Jebus oder Jebusiterstadt und „Stadt der Fremden“ (Ri 19,10), deren Könige mit anderen Gegnern der Zwölf Stämme Israels Kriegskoalitionen bildeten (Jos 10; 18,16). Mit dem Stadtnamen verwandt ist das hebräische Wort Schalom, so dass Jerusalem in Gen 14,18 einfach Salem („Frieden)“ genannt wird.

Und was für David wohl am wichtigsten war: Die Einwohner waren keine Israeliten, sondern Jebusiter, die zu den Kanaanitern gehörten. Der König, der seine Leibwache aus dem fernen Kreta rekrutierte, fühlte sich bei diesen "fremden" Einwohnern am sichersten. Wie die Bibel im Buch der Richter erzählt, wurden die Jebusiter nie vertrieben oder enteignet. Das Grund stück für den Tempel kaufte David von dem Jebusiter Arauna für 50 Silberschekel.

Damaskustor Heute
Teile der Stadtmauer Jerusalems
Das Stephanstor
Der Felsendom, errichtet auf dem Standort des Tempels.
Die Klagemauer