Römische Herrschaft
General Pompeius
Da die hasmonäische Herrschaft jedoch im Verlauf der Zeit zu einer skrupellosen Machtpolitik und internen Machtkämpfen führte, war dem Volk an einer Ablösung der Hamonäer-Dynastie gelegen.Im Jahr 63 v. Chr ist das Hasmonäerreich am Ende. Als 2 Konkurrenten schließlich Pompejus als Schiedsrichter anriefen, das Volk Pompejus aber zu verstehen gab, das sie keine der beiden Regenten wollten, sondern unter der Herrschaft der Priester wieder eine Theokratie anstrebten nutzte Pompejus diese Schwäche aus und Jerusalem wird vom römischen General Pompeius erobert und steht bis 313 n. Chr unter römischer Herrschaft.
Gnaeus Pompeius Magnus(dt. Pompejus, 106 v. Chr - 48 v. Chr) war ein römischer Politiker und Feldherr, bekannt als Gegenspieler Caesars. Er galt bis zu seiner Niederlage gegen Caesar als der brillanteste Heerführer seiner Zeit (der Beiname Magnus, "der Große", spielt auf Alexander den Großen an), scheiterte aber immer wieder an den innenpolitischen Mechanismen Roms, in die er sich nie völlig einfügen wollte und konnte. Bedeutsam über seine Zeit hinaus waren manche seiner organisatorischen Maßnahmen, die das spätere Kaiserreich vorwegnahmen.
Römische Herrschaft mit Hass begonnen
Das die besetzung des eigenen Landes durch fremde Truppen keine Freude bereitet ist eigentlich klar. Dnnoch haben sich die vielen Eroberer immer ein stückweit die religiösen Gebräuche der Juden respektiert.
Der römische Feldherr Pompeius aber hatte keine Achtung vor der jüdischen Religion und tat das Unfassbare des Unfassbaren. Er betrat das Allerheiligste im Tempel, dass nur einmal im Jahr vom Hohepriester betreten weden dürfte. Er vermutete grosse Schätze und Waffen in diesem Raum. Aber seine Erwartungen wurden ordentlich enttäuscht.
Der Raum war leer- nicht einmal ein Gottesbild war vorhanden! Wie es für die Tempel der Römer und Griechen üblich war! Von diesem Tag an hassten die Juden die Römer, die Ihnen die Freiheit genommen hatten und ihr Heiligtum schändeten!
Seit dem Jahre 37 v. Chr. Stand Israel nun unter der Herrschaft der Römer. Wie in den anderen römischen Provinzen auch, übte die Römer nur die Oberherrschaft aus und liessen die vorhandenen politischen und rechtlichen Verhältnisse bestehen. So konnte unter König Herodes dem Großen (37 v. Chr. – 4 v. Chr.) der mit Hilfe der Römer an die Macht gekommen war, ein jüdischer Staat weiterhin bestehen.
Nach dem Tod Herodes wurde das Land unter seinen drei Söhnen aufgeteilt.
Archelaos bekam die Gebiete Judäa, Samaria und Idumäa. Wegen seiner Willkür und Brutalität wurde er von den Römern 6 nach Chr. Abgesezt und nach Gallien verbannt. Das Gebiet des Archelaos wurde nun in die Provinz Syrien einbezogen und einem weitgehend selbständigen Procurator (Landpfleger) unterstellt, der in Cäsarea residierte.
Zur Zeit Jesu war Pilatus Procurator (26-36 n. Chr.). Er war ein äusserst grausamer Herrscher und er hatte (aus jüdischer Sicht) die heidnischen römischen Feldzeichen entgegen der früheren Gepflogenheiten in der heiligen Stadt Jerusalem aufstellen lassen. Außerdem hatte er Gelder aus der Tempelkasse für den Bau einer Wasserleitung verwendet.
Wachsender Unmut über die zunehmende römische Unterdrückung jüdischen Lebens führte zu vereinzelten gewaltsamen Ausschreitungen, die 66 n. Chr. in einen großangelegten Aufstand eskalierten. Die überlegenen römischen Streitkräfte unter der Führung von Titus gingen schließlich als Sieger hervor, machten Jerusalem dem Erdboden gleich (70 n. Chr.) und eroberten die letzte jüdische Stellung in Masada (73 n. Chr.).
Nach der Zerstörung Jerusalems verschanzten sich fast 1000 jüdische Männer, Frauen und Kinder, die überlebt hatten, auf der von Herodes d. Gr. erbauten Felsenfestung Masada am Westufer des Toten Meeres. Drei Jahre lang widerstanden sie wiederholten Versuchen der Römer, ihre Stellung einzunehmen. Als es den ersten Römern schließlich doch gelang, Masada zu erstürmen, entdeckten sie beim Eindringen in die Festung, dass die Verteidiger und ihre Familien den Freitod gewählt hatten, um der Sklaverei zu entgehen.
Obwohl der Tempel zerstört und Jerusalem niedergebrannt war, überlebten die Juden und der Judaismus den Zusammenstoß mit Rom. Der Sanhedrin (Hoher Rat, Nachfolger der Knesset Hagedola als höchster gesetzgebender und richterlicher Institution) konstituierte sich in Javneh (70 n. Chr.), später in Tiberias neu. Ohne den einigenden Rahmen eines Staates und des Tempels erholte sich die kleine jüdische Gemeinschaft, die im Land geblieben war, allmählich und wurde von Zeit zu Zeit durch Rückkehrer aus der Diaspora verstärkt. Das institutionelle und kommunale Leben wurde erneuert. An die Stelle der Priester traten die Rabbiner; die Synagoge wurde zum Mittelpunkt jüdischer Siedlungen, wovon die Spuren der Synagogen, die in Kapernaum, Chorazin, Bar'am, Gamla und anderen Orten gefunden wurden, zeugen. Das religiöse Gesetz,die Halacha, wurde von Generation zu Generation weitergegeben und war das große einigende Band der Juden.








