Wirken Jesus von Nazareth

Geburt vor Christi Geburt

Die moderne Zeitrechnung fängt mit dem Jahre Null an. Also dem angenommenen Geburtsjahr Jesu. Doch leider hat sich der Abt Dionysius Exiguus, der im 6. Jahrhundert unsere Zeitrechnung einführte, sich nämlich ganz einfach verrechnet. Zur Zeit seiner angenommenen Stunde Null war Herodes der Große schon fast vier Jahre tot. Denn wenn es stimmt, dass Jesus zur Zeit König Herodes des Großen auf die Welt kam, dann kann man mit einiger Sicherheit sagen, dass er so um das Jahr 7 vor unserer Zeitrechnung geboren wurde.

Jesu Lebenslauf

Ikonographie "Jesus"

Gesichert ist, dass Jesus in Nazareth herangewachsen ist. Er wurde als frommer Jude erzogen und sprach wohl aramäisch. Sein Name Jesus, eigentlich "Jeschua" ausgesprochen bedeutet soviel wie "Jahwe ist Rettung".

Er konnte lesen und schreiben und er erlernte das Handwerk des Zimmermannes in der elterlichen Werkstatt.
Er wuchs in aller Stille heran und als Erwachsener hat er nur eine kurze Zeitspanne des Lebens für die Ausführung des Werkes Gottes. Sein Wirken erregte grosses öffentliches Aufsehen und führte dann zum Pessachfest an einem Freitag zu seiner Kreuzigung.

Manche meinen, dass dies am 7. April 30 gewesen sein könnte. Andere Forscher setzen als Todesjahr das Jahr 27 an. Dies macht nur wieder deutlich, wie schwierig und unsicher genaue Datierungen hier sind.

Mit diesen wenigen Angaben kommen wir mit den historisch greifbaren Fakten auch schon ans Ende.

Sein Ziel

Das wichtigste für Jesus war die Verkündigung der "Frohen Botschaft Gottes".

Inbegriff der Verkündigung war die Botschaft vom Gottesreich, einer Herrschaft Gottes, die davon geprägt ist, dass Gott den Menschen seine Liebe anbietet: eine Liebe, die verzeiht, die den Menschen annimmt, die allen Menschen gilt und die letztlich - wie er selbst immer mehr sah - bis an die Enden der Erde reicht.

Auf diese Gottesbotschaft hin galt es die Welt neu auszurichten. Sie erforderte eine radikale Neuorientierung des ganzen Lebens.
Jesus stellte klar, dass die Ausführung der kultischen Vorschriften und deren Rituale alleine nicht zu Gott führen und letztlich nur dem Machterhalt einer Führungselite in der jüdischen Gemeinschaft diente. Der Glaube an Gott muss aus dem tiefsten inneren eines Menschen gelebt werden. Gott ist zu jeder Zeit an jedem Ort für Jedermann erlebbar und ansprechbar.

Das er mit dieser neuerlichen "Betriebsanleitung Gottes" mit der Obrigkeit seiner Zeit zusammen stossen musste war klar. Letztendlich führte dieser Konflikt zu seinem Tod am Kreuz.

Um diese "Betriebsanleitung" zu erläutern und den Menschen die Augen zu öffnen, wie sie ihr Leben gottgefällig zu führen haben, unternahm Jesus lange Wanderschaften zu den verschiedensten Orten des jüdichen Gemeinwesens. Er konnte die Menschen überzeugen und er vollbrachte Wunder. Diese Wunder sollten den letzten Zauderer die Augen öffnen, dass er der Sohn Gottes ist.

Die damals Mächtigen waren der Auffassung, dass durch den Tod Jesus die Ganze neu Ausrichtung des Glaubens, schnell in Vergessenheit geraten würde. Doch durch die Auferstehung des Sohn Gottes, am dritten Tag nach seinem Tod, war das I-Pünktchen aller überzeugenden Wunder an sich.

Es machte allen "Christen" klar, dass sie nur durch Jesus hin zu einer ewigen Gemeinschaft mit Gott kommen konnten. Die Macht des Todes ist besiegt.

Dies Glaubensklarheit hat sich durch die Ganzen epochalen Wirrnisse bis in die heutige Zeit erhalten und ist trotz der vielfältigen Versuchungen durch Satan nicht zunichte gemacht worden.